Home
News
Wir über uns
Vorstand
Termine
Presseberichte
Familienfahrten
Galerie
Mitglied werden
Kontakt
Impressum


Home 

Jahresplanung 2017 ist erhältlich.

 RK Untere Aar 1991

 

Veranstaltungen im FEBRUAR 2017 :

HINWEIS: Der RK-Abend wurde vom 02.02. auf den 09.02. verlegt!

09.02. 2017                       RK-Abend im "Achteck" in Breithard

                                               

 

 

 

 

RK- Untere Aar sammelt aktiv für den Waldkindergarten - Spendenübergabe durch SFw Horst Wölfinger und HFw Hans Lutz

hier der Link zu Zeitungsbeitrag:

http://www.wiesbadener-tagblatt.de/lokales/untertaunus/bad-schwalbach/reservisten-unterstuetzen-naturkindergarten-bad-schwalbach_16308377.htm

 

                      mehr Infos auf dem RK - Abend  

  

 

 

   Bild mit Scheck: Klaus-Peter Willsch, Andreas Eser, Johannes Clair und Ingo Kreil bei der Übergabe des Spende

Bad Schwalbach

Reservisten zeigen Solidarität zu Einsatzrückkehrern aus Afghanistan

Die Reservistenkameradschaft „RK Untere Aar 1991“ hat am 10.10.2013 zu einer Informationsveranstaltung über Afghanistan in Bad Schwalbach eingeladen.  Als Referenten konnte der Bundestagsabgeordnete und langjähriges Mitglied der RK Klaus – Peter Willsch und der Buchautor und 2.Vorsitzende des BUND DEUTSCHER VETERANEN Johannes Clair gewonnen werden.  Der Vorsitzende Ingo Kreil begrüßte die Referenten und die Teilnehmer an dieser Veranstaltung in der Waldgaststätte  „Da Nunzio“  in Bad Schwalbach. Dabei nutzte er die Gelegenheit vier Kameraden ( Klaus-Peter Willsch, Bernd Conradi; Jens Conradi, Peter Firin) für Ihre zwanzigjährige Mitgliedschaft im Reservistenverband auszuzeichnen.

 

Klaus – Peter Willsch berichtete von seinen Erfahrungen im Deutschen Bundestag, wie sich der Haushaltsausschuss für Verteidigung zusammensetzt und wie schwierig es ist neue Anschaffungen bewilligt zu bekommen. Natürlich muss bei jedem Auslandeinsatz der Bundeswehr die speziellen Zusammenhänge des einzelnen Landes und dessen Gegebenheiten miteinbezogen werden. So sind Kulturen, Religionen und vorhandene Staatsformen mit zu beachten. Die Einführung von Frauenbeauftragten beispielsweise in Afghanistan sind sehr problematisch, da in Afghanistan eine andere Weltanschauung vorherrscht. Gleichfalls unterrichtete der Bundestagsabgeordnete von seinen Erfahrungen in Afghanistan, wo er mit dem ehemaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu  Guttenberg einen Truppenbesuch absolvierte. So konnte er einen kurzen Einblick in die Ausrüstung und die Lebensumstände der Einsatzsoldaten bekommen. Interessant war, dass er im Dezember 2010 zur Begleitung des damaligen Verteidigungsministers zu Guttenberg während seines Besuches in Kunduz gehörte und dort bereits auf Clair traf, damals allerdings ohne es zu ahnen.

 

Der Hamburger Buchautor Johannes Clair zeigte den Reservisten einen umfangreichen Einblick auf seinen Kampfeinsatz in Afghanistan 2010 – 2011. Mit eindrucksvollem Bild-und Videomaterial zeigte Clair den KRIEG in Afghanistan gegen die Aufständigen auf. Der Fallschirmjäger und Stabsgefreite war im Raum Kundus eingesetzt und mehrfach unter feindliches Gefechtsfeuer gekommen. Dabei zeigte er die Zusammenhänge der verschiedenen Kulturen, Sprachen und Auffassungen des Landes auf. Nicht nur die Taliban auch die naheliegende Bevölkerung in Afghanistan stellt sich als Feind, mit einem hohen Gefahrenpotenzial, da. Wenn beispielsweise ein Dorf einen neuen Brunnen durch die Bundeswehr erhalten hatte, konnte es möglich sein, dass die Bevölkerung des Nachbarortes aus Neid die deutschen Bundeswehrsoldaten mit Waffengewalt angriffen. Der Feind sei nicht berechenbar gewesen, so Clair. Mit russischen Waffen (AK 47) und russischen Panzerfäusten wurden sie angegriffen und er gab an, dass er und seine Kameraden richtig große Angst hatten. Die Angst war so groß, dass man sich nicht mehr traute den Kopf über den Stellungsgraben zu heben. Die Gefechte und der Beschuss durch den Feind waren so heftig, dass man sich in den Stellungen verschanzen musste. Geschlafen wurde direkt im Grabensystem, Zeit für etwas privates gab es nicht. Clair berichtete von Temperaturen von 47 Grad, wo es sehr mühsam war seinen Dienst an der Waffe zu verrichten. Zudem waren wir im Krieg, so Clair, jederzeit konnten wir angegriffen werden oder unsere Fahrzeuge wurden angesprengt. Diese Erfahrungen hat Johannes Clair in seinem Buch „Vier Tage im November“ niedergeschrieben und er zitierte aus diesem einzigartigen Buch den Zuhörern.  In keinem Buch der Welt kann man die Ängste eines Soldaten im KRIEG darstellen, so der stellvertretend Vorsitzende Andreas Eser. Der Langenseifener Hauptfeldwebel der Reserve lobte die Berichtserstattung von Herrn Johannes Clair, welcher sich für seine Kameraden im Einsatz so engagiert einsetzt. Eser zitiert aus dem Buch von Clair „Krieg wird von wenigen beschlossen und auf den Schultern vieler ausgetragen“, dabei müssen wir bedenken, dass wir bereits zehntausende Soldatinnen und Soldaten in den weltweiten Einsatz schickten und wir Deutsche unsere Solidarität zu unseren Kameradinnen und Kameraden zeigen müssen. Wir dürfen nicht vergessen, dass diese Soldaten für Frieden und Freiheit in Afghanistan kämpfen. Die Anerkennung blieb doch auf der Strecke. Eser dankte Johannes Clair und allen Soldaten im Einsatz am Hindukusch für ihr Engagement.

 

Im Anschluss der Vorträge von Klaus-Peter Willsch und Johannes Clair übereichte der Vorstand Feldwebel d.R.  Ingo Kreil und Hauptfeldwebel d.R. Andreas Eser eine Spende von 700.- Euro an den Bund Deutscher Veteranen. Wir wollen unsere Verbundenheit zu den Einsatzrückkehrern und die sehr positive Arbeit des Bund Deutscher Veteranen durch diese Spende zeigen. Die Reservisten konnten den Betrag bei einer Gulaschkanonenaktion auf dem Martini-Markt in Bad Schwalbach für den BDV sammeln. 

 

 

Bild mit Urkunden: Klaus-Peter Willsch, Bernd Conradi;  Jens Conradi, Peter Firin ; Vorsitzender Ingo Kreil

 

 

   

Daniel Kiewitz mit der Medaille 1. Platz, Bester Schütze

 

RK Untere Aar mit allen Teilnehmern am Wettbewerb